Lange hatten wir von Langzeitreisen geträumt, lange Zeit war es beim Träumen geblieben. Doch im Jahr 2020 änderten wir unseren Lebensstil radikal. Von gewöhnlichen Angestellten-Jobs hin zu Digitalen Nomaden. Von einem Leben mit Haus und Garten hin zum Arbeiten von unterwegs. Heute begegnet uns immer noch viel Unverständnis. Wie könnt ihr in eurem Alter so lange im Urlaub sein? Habt ihr im Lotto gewohnen? Was arbeitet ihr denn? Und deshalb möchten wir in diesem Artikel mal erklären, wie das eigentlich so ist, mit dem Langzeitreisen, was der Unterschied zum Urlaub ist, und warum Neid nicht notwendig ist.
TODO Entstehungsgeschichte oder traum-vs-realität?
Inhaltsverzeichnis
Der Traum von Langzeitreisen
Seit wir uns 2007 kennenlernten, verbrachten wir viele, tolle Reisen, die auch sehr genossen.
Nur die Zeit reichte hinten und vorne nicht. Wir wollten die bereisten Länder ja richtig erleben, lange unterwegs sein. Doch das Angestellten-Dasein gab das nicht her. Wir hatten sechs Wochen Urlaub im Jahr, und in diese Urlaube hetzten wir. Nicht nur einmal fuhren wir zwölf Stunden am Tag um endlich am Ziel anzukommen, versuchten, jeden Tag maximal zu „nutzen“. Urlaubs-Stress eben. Am Ende des Urlaubs düsten dann wieder nach Hause, nur, um im Büro von der nächsten Reise zu träumen.
Uns war also lange klar, dass wir etwas anderes wollten, doch der Weg dort hin war weit. Wir wollten lange, möglichst ohne Zeitlimit unterwegs sein können. Auch mal längere Zeit an einem Ort verbringen können, um zum Beispiel einen Ort besser kennenlernen zu können.
Andererseits wollten wir das nicht nur einmal, oder (nach dem Modell „Sabbatical“) alle paar Jahre machen können. Eigentlich wollten wir einfach ortsunabhängig arbeiten können.
Im Laufe der Zeit konnten wir das dann tatsächlich umsetzen. Doch der Weg war weder kurz, noch leicht. Und wenn wir nun auf Reisen sind, dann sind wir nicht im Urlaub.
Beliebte Sprüche
Wenn man so lebt, wie wir, denn begegnen einem immer die gleichen Sprüche.
- „Na euch geht’s gut„
- „Was arbeitet ihr?„
- „Ihr habt ja Glück!„
- „Ihr seid ja immer nur im Urlaub„
Was diese Sprüche eint, ist ein großes Unverständnis für unseren Lebensstil. Denn uns ist nichts zugefallen. Im Gegenteil: Wir mussten viele Jahre darauf hinarbeiten, so reisen zu können.
Insbesondere an „was arbeitet ihr“ stören wir uns mittlerweile schon ein wenig. Denn der Spruch kommt sehr oft von Leuten, die gerade 3 Videos gesehen haben, in denen insgesamt 200 Arbeitsstunden stecken. Und irgendwer musste diese Arbeitsstunden investieren.
Außerdem meinen erstaunlich viele, dass wir nicht arbeiten und uns das Leben „durch YouTube finanzieren lassen“. Die Realität ist eine andere.
Urlaub vs. Reisen
Neid und Missgunst
Gelegentlich begegnen uns Neid uns Missgunst, wenn Leute davon hören, dass wir Monate im Wohnmobil verbringen.
Doch dieser Neid kommt aus der falschen Annahme, dass wir im Urlaub wären, und dass das, was wir machen, einfach wäre. Und das ist falsch.
Denn um zu diesem Punkt zu gelangen, hatten wir 10 Jahre Vorbereitung hinter uns.
10 Jahre, wo ich immer wieder versuchte, nebenbei ein selbständiges Projekt zu starten, ein Online-Business, um etwas zu finden, was ich von überall machen würde können.
Das bedeutete, neben einem Vollzeitjob als verantwortliche Führungskraft in einem Konzern, abends und am Wochenende unzählige Stunden in den Aufbau einer Idee zu stecken. Über Monate. Nur, um dann festzustellen, dass das Ergebnis keinen interessierte.
Und es bedeutete auch, nach dem ersten Fehlschlag nicht aufzugeben. Sondern die nächste Idee zu suchen, das nächste Projekt. Und das ganze von vorne zu starten.
Drei Fehlschläge brauchte es, bis ich mir dachte, ich könnte doch etwas aus meinen Hobbies machen. Wohnmobil-Reisen waren 2016 schön langsam im Kommen, und ich startete einen Blog, um Einsteiger mit Informationen zu versorgen. Ein Jahr lang betreute ich das Projekt so nebenbei, bis wir im Dezember 2017 zum Windsurfen auf Teneriffa waren. Im Hotelzimmer rief ich vor dem Abendessen Google-Analytics auf, und erstaunt rief ich zu Olya ins Bad „Olya! Wir haben gerade 15 Besucher auf der Webseite!“ 15 Besucher! Das war für uns damals enorm. Und täglich steigerte sich das Interesse an unseren Inhalten.
Erstmalig, nach tausenden Stunden unbezahlter, ergebnisloser Arbeit, hatten wir einen ersten Ansatz von Erfolg.
Bis daraus ein Business wurde, war der Weg noch weit.
todo habe irgendwo notes zu dem Thema.
Ideen und Vorbereitungen
Neues Wohnmobil mit Langzeit-Plan
Der WoMoGuide-Blog war bereits ein Jahr als Nebenbei-Projekt im Aufbau, und dölköllökö klök öl kölk lö köl kö
Europa-Reise 2020: Das war wohl nix.
2019 kündigen wir unsere Jobs und wollten unsere langgehegten Träume endlich in die Tat umsetzen. Ein Jahr wollten wir einfach nur mal Reisen. Dafür hatten wir gespart, uns neue Skills angeeignet, ich war zum Fotografen geworden, der Blog hatte immer mehr Besucher, und so wollten wir einfach mal loslegen.
Doch 2020 lief dann nicht so, wie geplant. Zum unpassendsten Zeitpunkt kam eine Pandemie um die Ecke, und unsere Pläne wurden gehörig durcheinandergeworfen. Wir wollten aber nicht zurück in unsere Jobs gehen und beschlossen, uns mit dem WoMoGuide beruflich neu aufzustellen. Zum Blog gesellte sich der YouTube-Kanal, parallel betreute ich Kunden im Bereich Online-Marketing und Web-Entwicklung sowie im Bereich Business-Fotografie. Langweilig wurde es uns nicht, aber wir warteten auf Nadeln darauf, endlich unsere Reisepläne umsetzen zu können.
Bei den ersten, zaghaften Ausflügen nach Tirol zog ich mir beim Biken eine schwere Verletzung zu, und gerade als die Grenzen wieder öffneten mussten wir erneut Monate zuhause verbringen. Zwei OPs und viel Physiotherapie später konnte es dann aber endlich losgehen.
2021: Langzeitreisen werden Wirklichkeit
Lange hatte es gedauert, viele Widerstände mussten überwunden werden, und viel war zu organisieren. Aber im August 2021 starten wir endlich durch! Unsere Träume wurden Wirklichkeit.
2022: Wir finden unseren Reisemodus
Drei Monate Kanarische Inseln, Gesamtreisedauer
2023
Langzeitreisen vs. Urlaub
Reisealltag
Gesundheit
Wäsche Waschen
Finanzen
Arbeiten und Ruhe
Schwierige Situationen gibt es oft am Stellplatz, wenn wir erkannt werden, oder einfach nur sehr nette Nachbarn haben, die am Liebsten den Ganzen Tag tratschen würden. Oder wenn um uns rum (laute) Parties stattfinden. Andere sind nämlich tatsächlich im Urlaub, oder müssen zumindest nicht arbeiten und kommen gar nicht auf die Idee, dass sie uns stören könnten. Und wir versuchen, das natürlich auch in diesem Kontext zu sehen. Dennoch ist die Konstellation oft schwierig, und es wirkt vielleicht manchmal unfreundlich, wenn wir uns bei geschlossener Schiebetür im Camper verkriechen. Aber es ist notwendig, denn wir müssen eben Arbeiten.
Die Wahrheit ist einfach die: Wenn unser Neustart nicht aufgeht, wird es den WoMoGuide in dieser Form zukünftig einfach nicht mehr geben können, weil wir uns dann etwas neues überlegen werden müssen. Wir müssen unseren Lebensunterhalt bestreiten, und wir sind ein wenig müde davon, mehr zu arbeiten als früher als Angestellte, aber uns vor jedem Restaurant-Besuch überlegen zu müssen, ob der wirklich drin ist.
Angenommen wir die Möglichkeit jedoch bislang ehrlicher Weise kaum. Uns für den Einsatz von Amazon-Links zu kritisieren ist offensichtlich einfacher, als die Alternativen zu unterstützen. Den kleinen Seitenhieb auf unsere Kritiker möge man an dieser Stelle verzeihen, denn diese brachten ihre Kritik oft moralisch recht hochtrabend vor. Auf die Einstellung, dass alles kostenlos sein solle, reagieren wir als professionelle „Content-Produzenten“ mittlerweile nunmal schon ein wenig allergisch (denn wer findet eine Geringschätzung der eigenen Arbeit schon toll?). Und wir gehen davon aus, dass auch unsere Kritiker nicht kostenlos arbeiten.
Mehr kochen
Töpfe wichtiger
Essen gehen seltener
Strecke – weniger?
Konflikte – enger raum
Sozialkontakte – für mich ok, für olya schwieriger
Problem simkarten nach 3 monaten







