Restaurant El Pimpi, Málaga

Als wir in Málaga einmal im Mercado Central de Atarazanas zu Mittag aßen, empfahl uns ein netter Malagueño neben uns das Restaurant El Pimpi. Es sei die beste Adresse der Stadt, Antonio Banderas habe es sogar gekauft, weil es ihm so gut geschmeckt hätte.

Einen Tisch bei El Pimpi bekommen

Wir fürchten uns ein wenig vor dem Preisniveau, was im ersten Versuch aber kein echtes Problem ist: Die Schlange ist so lange, dass die Aussicht auf einen Tisch ohne Reservierung gering ist, und wir blasen den Versuch ab.

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Eineinhalb Jahre später sind wir wieder in Málaga und starten einen neuen Versuch. Wir wollen reservieren – das klappt nicht. Beinahe eine Woche im Voraus sind die Plätze ausgebucht. Die Website ermutigt uns aber, einfach dennoch aufzutauchen: Plätze werden auch so vergeben, aber man muss eben Glück haben.

Und das haben wir! Als wir ankommen, warten vor uns gerade einmal ein paar Leute. Die Kellner sind effizient, haben alles im Blick. Hinter uns werden zwei Mal zwei Personen herausgefischt, weil die entsprechenden Tische frei wurden. Wir sind zu dritt hier und müssen etwas länger warten, kommen aber dann auch schnell an die Reihe.

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Eine Bodega mit Geschichte

Durch mehrere Gasträume werden wir zu unserem Tisch geführt, vorbei an den Weinfässern, auf denen die Berühmtheiten, die hier gespeist haben, ihre Unterschriften hinterlassen haben. Uns lässt man nicht unterschreiben.

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Außergewöhnliche Speisekarte

Am Tisch liegt die Wein-Karte, der Test der Karte findet sich wie in Spanien oft üblich per QR-Code am Smartphone. Einige stört das, wir mögen es, da es sehr hygienisch ist. Doch El Pimpi setzt da eines darauf: Man kann hier nicht nur die Liste der Gerichte durchscrollen, man kann auch jene markieren, die man bestellen möchte. Anschließend erhält man eine übersichtliche Liste die man nochmal kontrollieren kann, bevor man sie dem Kellner zeigt. Super!

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Das Service

Unser freundlicher Kellner nimmt die Bestellung auf, und bleibt auch die ganze Konversation bei Spanisch. Das ist in Málaga keine Selbstverständlichkeit, wo man davon auszugehen scheint, dass der blöde Tourist nur genau den Satz, den er gerade gesagt hat, auswendig gelernt hat, und man ihm nun mit Englisch (und sei es noch so schlecht) entgegenkommen müsse. Uns freut sowas, wenn’s mal anders läuft.

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Die Getränke

Die Getränke sind schnell am Tisch, zwei Sorten Weißwein munden, die Sangria ist leider viel zu süß und kein echter Genuss.

Avocado-Salat

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Wir beginnen mit einem Avocadosalat, der dank der getrockneten Früchte ausgezeichnet schmeckt.

California Roll

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Als Zwischenmahlzeit gibt es eine California-Roll im Fusion-Style, mit lokaler Orangenmarmelade on top, und dem Lachs leicht angebraten anstatt komplett roh. Schmeckt!

Patatas Bravas

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Das Standard-Gericht Spaniens, Patatas Bravas, gibt es ja wirklich überall. Aber hier sind sie besonders. Eine so cremige, runde Salsa haben wir noch nie erhalten. Auch die Kartoffeln sind perfekt am Punkt. Alleine gebraucht hätten wir die Patatas bravas mengenmäßig nicht. Wegen der noblen Anmutung hatten wir mit kleinen Portionen gerechnet, wie in Nobelschuppen nunmal üblich. Aber El Pimpi sieht sich offensichtlich immer noch als einfache Bodega, die halt zufällig gute Qualität bietet. Und dementsprechend sind die Portionen überhaupt nicht klein. Wir sind eigentlich schon satt, doch nun kommt noch einiges.

Croquetas Pil-Pil

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Zum einen eine kleine Portion Croquetas Pil-Pil mit Shrimps, die wieder ausgezeichnet schmecken und mit den sonst oft angebotenen Tiefkühl-Croquetas nicht viel gemeinsam haben.

Hauptgericht

Und zum anderen dann ein Teller gemischter Fisch. Der ist ausgezeichnet. Eine leichte, knusprige Panade, und saftiger Fisch hervorragender Qualität. In den meisten Ländern wird für panierten Fisch ja eher der Fisch verwendet, den man gegrillt nicht präsentieren will. Die Spanier sehen das anders, und verarbeiten auch ihren frischen Fang in der Friteuse. Wir sind happy. Allerdings sind wir am kämpfen, und müssen am Ende aufgeben und uns den Rest einpacken lassen.

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Die Preise

Die Preise sind für ein Restaurant dieser Klasse unerwartet moderat, man muss sich nicht vor der Rechnung fürchten. Insgesamt bezahlen wir etwa 90 Euro zu dritt.

Fazit

El Pimpi erhält unsere uneingeschränkte Empfehlung. Okay, nehmt vielleicht keine Sangria. Aber der Rest war einfach perfekt. Und zwar mit freundlichen Kellnern, gutem Service, und wirklich ganz ausgezeichnetem Essen. Und das ohne Notwendigkeit, sich extra herauszuputzen. Hier gibt es kein überkandideltes Nobel-Getue, wie wir es eher nicht mögen. El Pimpi bleibt eine gemütliche und unkomplizierte Bodega. Und zwar die beste, die wir kennen.

Bodega El Pimpi, C. Granada, 62, Distrito Centro, 29015 Málaga

GPS: 36.72170678054759, -4.417684668582888

Reservierungen hier.

Gerfried / womoguide.at
Über den Autor
Gerfried Reis
"Immer schon" im Wohnmobil unterwegs. Fotograf, YouTuber, Autor, Blogger, Wingfoiler, Softwareentwickler. Mehr erfährst du hier.

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