Zwei Mal haben wir nun schon den Stellplatz Area Málaga Beach besucht. Das erste Mal zu Weihnachten 2023, und das zweite Mal im Frühjahr 2025. Um die Weihnachtszeit war es kaum möglich gewesen, einen Platz zu bekommen. Nur durch Glück (eine Stornierung) konnten wir den letzten Platz im buchstäblich letzten Eck erhalten. Dadurch hatte uns der Aufenthalt damals nicht besonders gut gefallen.

Denn der Stellplatz liegt an der Stadtautobahn, die aus Málaga in die Vororte des Ostens führt, und ganz hinten am Platz fährt einem jedes Auto quasi direkt über den Schlafplatz.

Im Frühjahr war es hingegen absolut problemlos, spontan einen Platz zu erhalten. Der Platz war Anfang April zwar gut, aber nicht ansatzweise komplett gefüllt. Wir entscheiden uns für die zweite Kategorie (Reihe 2-7), was mit 6A Strom €22 pro Nacht kostet. Die aktuelle Preisliste findest du hier.

In der ersten Reihe war nichts frei gewesen, dafür ist unsere Kategorie etwas günstiger.

Kommt man mit 4A Strom aus, wird es noch etwas billiger, allerdings haben wir den Verdacht, dass sich die dementsprechend abgesicherten Stromsäulen im hinteren Bereich des Platzes befinden. Zahlt man mehr Strom, hat man’s näher zum Strand. Man bekommt auch hier, was man bezahlt.

Die Parzellen sind durch mittlerweile gut angewachsene Hecken getrennt. Sie sind etwas eng, aber ausreichend groß, und die Privatsphäre ist durch die Hecken gegeben. Je nach Stellplatz ist der Weg zur nächsten Stromsäule etwas weit, ein ausreichend langes Kabel sollte man mitbringen.

Die Ausstattung
Duschen kosten wie gehabt extra, ein Euro bringt etwa drei Minuten heißes Wasser. Die Duschhäuser sind gut, es gibt Ablageflächen und Haken und die Dusche ist hinter einer Glaswand, sodass die Kleidung auch trocken bleibt.


Auch die V/E ist vorbildlich, es gibt zwei Spuren, sodass sich der Checkout-Stau in Grenzen hält. Toilettenentsorgung ist getrennt von der Wasserversorgung, sodass auch die verwirrtesten Kollegen hoffentlich nicht den Frischwasserschlauch in ihre Toilette stecken. Wir haben dennoch unseren eigenen Schlauch benutzt, Gardena-Anschlüsse sind dafür vorhanden.
Es gibt einen Mini-Market/Bar, wo man unter anderem morgens Brot kaufen kann, oder sich eine Fertigpizza aufbacken lassen kann.

Die Lage des Platzes bewerten wir gemischt. Es ist nicht allzu weit bis Málaga, aber auch nicht sehr nah. Per Taxi kommt man um etwa €20 Euro in die Stadt (je nach Tageszeit und Verkehrslage mal mehr, mal weniger). Auch ein Bus fährt unweit des Stellplatzes ab.

Málaga hat wegen der Berge wenig Platz, sich nach Osten auszubreiten und so ziehen sich die Vororte langgezogen der Küste entlang, und entsprechend weit ist der Weg nach La Cala del Moral.

Per Fahrrad wäre das ganze machbar, allerdings gibt es zu Beginn nur einen stückwerkhaften Pfad, der erste kurz vor Málaga zu einem echten Radweg wird.

Dafür ist die Strandpromenade von La Cala del Móral zur Saison selbst ziemlich nett. Nicht zu touristisch, verschont von Hotelbunkern, schöner Sandstrand mit vielen Chiringuitos und Bars, und frei von Verkehrslärm. Im Winter fällt das flach, denn dann hat so gut wie alles geschlossen und die Promenade wirkt teilweise etwas trist.

Der Strand wird sporadisch aufgeräumt, es gibt aber auch Phasen, wo er voller Schwemmholz, Schilf und Müll ist.

Der Platz ist durch einen Zaun gesichert, das Einfahrtstor bleibt nachts verschlossen und der Platz ist nur mit Key-Card (€1 Pfand) zugänglich. Auf der Key-Card findet sich auch ein QR-Code, über den man Zugang zu vielerlei Informationen zum Platz und zur Umgebung (Bus-Fahrplan, Infos zu Málaga usw.) erhält. Leider führen einige Links ins Leere, aber die Idee ist gut.

Damit kann man auch mal Wertsachen im Camper zurücklassen, ohne allzu schlechtes Gefühl.

Eine Enttäuschung erleben wir, als wir am letzten Tag noch Sardinen am Strand essen wollen, und – weil die Chiringuitos nicht vor 13:00 Essen servieren – bei der Rezeption fragen, ob wir nach der Checkout-Zeit von 14:00 noch eine Weile bleiben könnten, oder wenigstens irgendwo am Gelände parken können. Immerhin sind ein Viertel der Stellplätze frei. Das wird verneint, aber uns wird angeboten, einen halben Tag dazuzubuchen. Das finden wir unsympathisch. Wenn man um etwas Kulanz fragt und dem Platz dabei keinerlei weitere Kosten verursacht, könnte man mit einfachen Mitteln für Kundenzufriedenheit sorgen, und genau das haben wir schon zigfach erlebt. Diese Mentalität passt eigentlich besser an die Ostsee, als an die spanische Küste und trübt für uns das Gesamtbild.

Fazit
Málaga bietet für eine Stadt dieser Größe und Beliebtheit nur wenige Optionen für Wohnmobile. Aréa Malaga Beach ist eine gute Option, wenn auch keine perfekte. Der Blick in erster Reihe ist schön, und die vorderen Reihen sind generell sehr ruhig. Je weiter hinten am Platz, desto lauter macht sich der Verkehrslärm bemerkbar. Kundenzufriedenheit hat nicht allerhöchste Priorität, die Kunden kommen offensichtlich sowieso. Von uns gibt es keine absolute Empfehlung, aber der Platz ist ok.







