Wie sind wir eigentlich beim Wohnmobil-Reisen gelandet? Wie lange reisen wir schon so? Was macht für uns das Wohnmobil-Reisen aus? Unsere Camping- und Paar-Geschichte erfährst du hier.
Inhaltsverzeichnis
- Wir und das Wohnmobil
- Gerfrieds Kindheit im Wohnmobil
- Im VW LT am Motorblock unterwegs
- Als Teenager im Wohnmobil
- Mein Zugang zum Reisen: Unvermeidbar
- Das temporäre Ende der Wohnmobil-Reisen
- Olya: Zeltcamperin in der Wildnis
- Kennenlernen
- Herantasten an unseren Reisemodus
- Die ersten Wohnmobilreisen auf eigene Faust
- Unterwegs mit Zelt und PKW
- Um die Welt jetten
- Ein erstes Wohnmobil in Sicht
- Camper-Van-Kauf auf 10.000 Km Entfernung!
- Einen Oldtimer-Bulli auf Vordermann bringen
- Der VW T3: Einfach zu klein als Surfmobil
- Upgrade zum Pössl Duett L
- Knaus Boxlife 630 ME
- Langzeitreisen werden Wirklichkeit
- Reisen mit Katze
- Das nächste Wohnmobil?
Wir und das Wohnmobil
Wir sind Gerfried und Olya (mehr über uns erfährst du hier), und wir reisen seit vielen Jahren im Wohnmobil. Obwohl wir unterschiedliche Zugänge zum Thema hatten, schafften wir uns 2011 den ersten, gemeinsamen Van an. Lange vor dem Camping-Boom also und zu einer Zeit, als das noch gar nicht „cool“ und „hip“ war, wurden wir von Gleichaltrigen schief angeschaut wurden, weil wir im Camper-Van reisen wollten. Wie es dazu kam, erzählen wir in diesem Artikel.

Gerfrieds Kindheit im Wohnmobil
Ich war „immer schon“ im Wohnmobil unterwegs, war als Kleinkind mit diesem Reisemodus aufgewachsen. Zu meinen frühen Urlaubserinnerungen gehören wochenlange, unglaublich relaxte Strandurlaube im (gegenüber Wildcampern damals sehr toleranten) Griechenland der 80er-Jahre. Diese wechselten sich mit ausgedehnten Wohnmobilreisen in fast alle Länder Europas ab.
Aus eigener Erfahrung sehe ich seit damals das Reisen mit dem Wohnmobil als idealen Reisemodus mit Kindern.

Im VW LT am Motorblock unterwegs
Meine Lieblings-Reiseposition war damals direkt am Motorblock des VW LT-Kastenwagens meiner Eltern. Dieser befand sich zwischen den Vordersitzen und dort bekam ich jeden Kilometer der Reise hautnah mit, und wurde bald auch „unterstützend“ tätig. So sah ich es als 8-Jähriger jedenfalls, wenn ich Kartenmaterial interpretierte. Denn das Entdecken, das ziellose Unterwegssein faszinierte mich schon als Kind und blieb mir seither erhalten.

Damals durfte ich übrigens auch erstmals unter Papas Aufsicht und auf abgelegenen Schotterwegen, am Lenkrad des Wohnmobils drehen (auf abgelegenen Schotterwegen).
Campingplätze kannte ich damals kaum, Wohnmobilurlaub war damals noch wirklich mit grenzenloser Freiheit verbunden.
Als Teenager im Wohnmobil
Als ich im Teenager-Alter war, ließ allmählich die Abenteuerlust meiner Eltern etwas nach, und ich lernte erstmals klassische Campingplatz-Urlaube kennen. Daran musste ich mich erst gewöhnen!

Als Kind, das gelernt hatte, sich mit dem dem Fangen und Grillen von Fischen aus Bächen und dem Bau von Drachen aus griechischen Plastiktischtüchern und Schilfrohr zu unterhalten, konnte ich mit dem Animationsangebot kroatischer Campingplätze rein gar nichts anfangen.
Mein Zugang zum Reisen: Unvermeidbar
Immer wieder lobbyierte ich aber erfolgreich für „coole“ Wohnmobilreisen. „Cool“ waren diese Reisen nur dann, wenn es weit weg ging, für eine möglichst lange Zeit, und in möglichst unbekannte Länder.
Der Zugang zum Reisen und die damit einhergehenden Vorlieben und Abneigungen wurden mir also in meiner Kindheit und Jugend in die Wiege gelegt. Einige stoßen sich immer wieder daran, wenn ich es mal wieder wage, etwas nicht zu mögen. Aber seht es bitte so: Ich kann da nix dafür! Mit dem beschriebenen Hintergrund zum Pauschalreisenden zu werden, war einfach unwahrscheinlich.
Das temporäre Ende der Wohnmobil-Reisen
Erst als mich der Staat Österreich zum Zwecke der Landesverteidigung monatelang vom Reisen abhielt, neigte sich meine Zeit im Wohnmobil als Mitreisender dem Ende zu. Danach ging’s auf die Uni und ich hatte meine eigenen Verpflichtungen – aber auch meine eigenen Ideen. Das eine oder andere mal war ich im Wohnmobil noch mit von der Partie, doch generell bekamen studentische Städtereisen und Camping im Zelt für einige Jahre den Vorzug.
Olya: Zeltcamperin in der Wildnis
Olya verbrachte ihre früheste Kindheit in der Ukraine und kommt vom Campen mit dem Zelt, von Wander-Touren in Osteuropa mit Bären-Gefahr und echtem Outdoor-Erlebnis.

Zu Olyas schönsten Camping-Erinnerungen aus ihrer Kindheit gehören mehrtägige Wanderungen in den Karpathen per Zelt. So, wie das heute kaum mehr irgendwo möglich ist. Gegessen wurden Pilze, die man im Wald fand, gekocht mit Feuerholz, dass man erst zusammentragen musste. Die Zelte waren selbst aus alten Fallschirmen genäht.


Später wuchs Olya in Kanada auf und Reisen mussten erstmal pausiert werden. Doch als sie als Austausch-Studentin nach Österreich kam und mich kennenlernte, gehörten Reisen gleich wieder zum Pflichtprogramm.
Kennenlernen
Ich verbrachte zwei Erasmus-Semester in Frankreich, lernte die französische Sprache und wollte auch nach Rückkehr an die Heimat-Uni im internationalen Umfeld bleiben. So engagierte ich mich im Erasmus Student Network (ESN), das die ankommenden Austausch-StudentInnen in Graz betreute.

Olya hatte in Kanada ein Studium begonnen und wollte ihrem Vater, der einen Job in Österreich angenommen hatte, partout nicht nachfolgen. Erst nach viel Überredung ließ sie sich überzeugen, doch zumindest ein Semester in Österreich zu verbringen. Tja, und da lernten wir uns dann bei einer ESN-Veranstaltung kennen, und aus dem einen Semester wurden dann doch etwas mehr.
Herantasten an unseren Reisemodus
Unsere erste, gemeinsame Reise ging nach Kanada, Olya wollte mir schließlich ihre „Heimat“ zeigen. Zwei Monate arbeiten wir im Sommer, um das ganze, verdiente Geld dann bis zum Semesterbeginn auf einer vierwöchigen Reise wieder ausgeben zu können.
Vier Wochen im Leihwagen klangen gut, doch zwei dieser vier Wochen waren wir dann krank. Und unsere erste Erkenntnis zu Reisen dieser Art war: Wer immer auswärts essen muss und nicht selbst kochen kann, isst in vielen Ländern ungesund. Ständiges Fastfood (denn richtige Restaurants konnten wir uns in Kanada kaum einmal leisten) hatte uns in die Knie gezwungen. Auch, dass wir viel für oft unnötig herausgeputze Unterkünfte bezahlen mussten, die wir nur nachts sahen, weil wir tagsüber ohnehin ständig unterwegs waren, störte uns.


Über die Jahre folgten weitere Reisen dieser Art. Wir reisten in Europa viel per Zug, nahmen uns Pensionen und Gästezimmer. Fürs Windsurfen waren sogar zwei Quasi-Pauschalreisen übers Reisebüro dabei, was uns vor allem eines zeigte: Das war nicht unseres.

Die ersten Wohnmobilreisen auf eigene Faust
Wir durften einige Male das Wohnmobil meiner Eltern ausborgen. Der Kastenwagen war mittlerweile der zweiten Generation Alkovenmobil gewichen, und als Wohnmobil-Reisende mit damals 20 und 25 Jahren waren wir gewissermaßen eine Attraktion auf Campingplätzen. Vom Camping-Boom war noch keine Spur und Wohnmobile waren als Rentner-Fahrzeuge verschrien. Aber uns gefiel es. Anders als bei unserer Kanada-Reise konnten wir selbst (und gesund) kochen, hatten unseren Rückzugsort, mussten aber keine 200 Dollar pro Tag für Pool, Bar, und Lobby bezahlen, die wir nicht benötigten. Mehr zur Gesundheit im Wohnmobil findest du übrigens hier.


Der Wunsch nach Wohnmobil-Reisen war bald gefestigt, doch das Studentenbudget erlaubte vorerst keine Umsetzung dieses Plans. Immerhin war viel Zeit für die Recherche vorhanden, denn es sollten noch einige Jahre ohne Wohnmobil folgen.
Unterwegs mit Zelt und PKW
Nach dem Studium und zu Beginn unserer Angestellten-Karrieren waren wir einige Male mit PKW und Zelt unterwegs. Schnell stellten wir fest, dass unsere bevorzugte Art zu reisen mit so aber eher mühsam war.


Auf Korsika packten wir beispielsweise morgens unser Zelt zusammen, waren den ganzen Tag unterwegs, aßen auf einem Parkplatz im Stehen zu Mittag, um abends unser Zelt am nächsten Campingplatz wieder aufzubauen. Gerade einmal eine Woche hatten wir Zeit, und wollten möglichst viel sehen. Zwar war das ständige Luftmatratzen-Pumpen ein gutes Fitnessprogramm, aber dennoch war nun war klar: Ein Wohnmobil musste her, das diesen Reisemodus besser entgegenkommen würde.

Weitere Gründe fürs Wohnmobil findest du hier.
Um die Welt jetten
Beruflich war ich in diesen Jahren auf der ganzen Welt unterwegs, zu manchen Zeiten stieg ich wöchentlich ins Flugzeug, und versuchte immer wieder, freie Wochenenden zum Sightseeing zu nutzen.

Das war schon auch eine Zeit lang cool. Ich fuhr per Boot am Parramatta River ins Büro in Sydney, verbrachte Abende im Birdland Jazz Club in Manhattan, wusste in China nicht, was ich zu Essen bekam und lernte in Brasilien, Kaffeebohnen nach traditioneller Methode vom Fruchtfleisch zu lösen.

Aber ich war dabei immer alleine, kannte das Essen der Business-Lounges auswendig und war der Fliegerei etwas überdrüssig. Privat wollte ich nicht unbedingt wieder ins Flugzeug einsteigen und in sterilen Hotelzimmern landen. Ohne Wertung von Reisen per Flugzeug und Hotel: Ich war davon übersättigt und in mir regte sich nur einfach wieder der Wunsch, so wie früher unterwegs zu sein. Im Wohnmobil.

Ein erstes Wohnmobil in Sicht
Ich war gerade fünf Wochen am Stück beruflich in Mexiko, als Papa mir eine Nachricht schickte.
„T3 Westfalia Joker in Bauernscheune entdeckt. Ist aber sicher schon weg, bis du wiederkommst“.

Tja, nicht mit mir.
Camper-Van-Kauf auf 10.000 Km Entfernung!
Ich bat Olya, den Bulli zu besichtigen und zu fotografieren. Sie war schnell überzeugt. Mitten während eines Abnahmetests beim Kunden in Mexiko erhielt ich ihre Nachricht:
„Ich sitze gerade am Bett und lasse die Beine hinten hinausbaumeln. Ich stell‘ mir vor, an welchem Strand wir das tun könnten“.

Das klang überzeugt. Nur was tun? Ich würde noch eine ganze Weile nicht zu hause sein. Ich verbrachte jede freie Minute mit Recherche von Mängelpunkten und Erfahrungsberichten. Und ich rief einen technisch bewanderten Freund zu Hilfe, der mir nach der technischen Durchsicht schrieb:
„Kannst du kaufen – sonst kauf ich ihn!“.


Gesagt, getan! Ein Telefonat mit der Besitzerin und eine Online-Überweisung später war der Club-Joker unser erster Camper-Van. Meinen ersten Wohnmobilkauf brachte ich also aus einer Entfernung von 10.000 Kilometern über die Bühne.


Ich sollte noch drei Wochen und einen Interkontinentalflug darauf warten, ihn auch selbst besichtigen zu können. Das war hart!

Einen Oldtimer-Bulli auf Vordermann bringen
Unseren Bulli, mit Baujahr 82 immerhin schon 30 Jahre alt, brachten wir nach meiner Rückkehr in wochenlanger Arbeit auf Vordermann. Zwar war der VW T3 optisch einwandfrei, wir wollten es aber etwas moderner haben.
- Neue Vorhänge und Sitzbezüge wurden geschneidert,
- Tapeten entfernt,
- ein neuer Lackanstrich innen angebracht,
- die Gasanlage erneuert,
- ein Abwassertank sowie eine supermoderne LED-Lichtanlage eingebaut,
- und dem Motor wurde ein Zusatz-Ölkühler gegönnt.

Und dann war unser Schmuckstück ENDLICH bereit für die erste Reise – welche bravourös gemeistert wurde. Drei Wochen Griechenland zählen bis heute zu unseren spannendsten Urlaubserinnerungen.

Der VW T3: Einfach zu klein als Surfmobil
Ein Problem hatte der VW Club Joker allerdings: Der Platz reichte nicht.

Zwei Saisonen waren wir mit dem unverwüstlichen Gefährt unterwegs, doch dann mussten wir einsehen, dass ich ein unpraktisches Hobby hatte: Windsurfen ist wohl eine der materialintensivsten Sportarten.
Im T3 bedeutete dies, dass der Innenraum bis oben hin vollgepackt wurde. Boards und Segel lagen am Bett und stießen vorne an die Rücklehnen. Wollten wir unterwegs an den Kühlschrank gelangen, musste entweder Olya akrobatische Verrenkungen durchführen, oder man musste den ganzen „Krempel“ auf einem Parkplatz hinten nach draußen schieben, sich eine Wasserflasche holen, und dann wieder alles einladen und festzurren.

Übernachtungen unterwegs waren wenig erholsam – mit einem Auge schielte ich immer nach dem teuren Material, das ungesichert neben dem Bus „warten“ musste.
Upgrade zum Pössl Duett L
Als sich die Gelegenheit ergab, auf einen Pössl Duett L upzugraden, ergriffen wir sie ohne lange nachzudenken. Unser Pössl war zum Kaufzeitpunkt zwölf Jahre alt, hatte aber gerade einmal 43.000 Km am Tacho. Die Vorbesitzerin war damit Jahrlang nur nach Kärnten und wieder zurück gefahren, dementsprechend gepflegt war der Duett-L.

Das Basisfahrzeug Peugeot Boxer war mit 128PS ausreichend motorisiert und zuverlässig. Nie hatten wir gröbere Probleme und endlich mussten wir nicht mehr – wie noch beim VW T3, jährlich mehrere Werkstattaufenthalte (mit den entsprechenden Kosten) einplanen. Und endlich hatten wir genügend Platz. Windsurfmaterial am Dach, Räder am Heck, und wir hatten „Luxus“ im Inneren.

Wir waren von Frühjahr bis Winter viele Wochenenden und beinahe jeden Urlaub damit unterwegs – das Wohnmobil war immer startklar.

Mit dem Pössl reisten wir fünf Jahre lang und erlebten viele, tolle Reisen. Italien, Kroatien, Serbien, Griechenland, Albanien, Ungarn, Slowenien. Obwohl wir damals noch „gewöhnliche“ Angestellten-Jobs hatten, versuchten wir, so viel wie möglich unterwegs zu sein.



Nur eines hatten die Reisen allesamt gemeinsam: Sie waren zu kurz. Schon länger hegten wir den Plan, doch irgendwann auf Langzeitreise gehen zu können. Vorerst war das nicht umsetzbar, aber wir arbeiteten im Hintergrund daran.


Und weil wir fest daran glaubten, diesen Plan auch irgendwann verwirklichen zu können, sollte ein neues Wohnmobil her, das dafür dann auch besser geeignet sein würde.

Knaus Boxlife 630 ME
Mit der Perspektive, irgendwann mehrere Monate im Camper-Van verbringen zu wollen, war der Pössl zu klein und zu unbequem geworden. Die Puzzle-Matratze bescherte uns Rückenschmerzen, die Autarkie war limitiert. An Langzeitreisen war so nicht zu denken und generell kam mal wieder der Wunsch nach mehr Platz und Komfort auf – man wird ja nicht jünger.

Anfang 2018 verkauften wir den Duett-L, und im beginnenden Camping-Boom war das in Nullkommanix (und viel schneller als erwartet) erledigt, und wir standen ohne Wohnmobil da. Wir fühlten uns nackt!





Also machten uns auf die Suche nach einem neuen Wohnmobil. Unsere Wahl fiel auf einen Knaus Boxlife 630ME, den wir im Juni 2018 bekommen sollten. Daraus wurde schließlich August, und wir brachen praktisch unverzüglich zur ersten Reise mit dem neuen Camper auf.
Langzeitreisen werden Wirklichkeit
Inzwischen hatten wir alles auf unser Ziel ausgerichtet und auch, wenn das Jahr 2020 noch einige Stolpersteine parat hielt: 2021 konnten wir endlich durchstarten und das erste Mal mehrere Monate am Stück unterwegs sein. Und es war perfekt. SO wollten wir Leben. Nicht Urlaub machen. Wir wollten unterwegs leben. Wir wollten von unterwegs arbeiten.

Seit 2022 verbringen wir pro Jahr 6-8 Monate im Wohnmobil. Wir haben weiterhin unsere Homebase in Österreich, aber wir leben einen guten Teil des Jahres im Camper-Van. TODO Link zum Langzeitreisen-Artikel
Reisen mit Katze
Seit 2022 gibt es Zuwachs in der Belegschaft. Nachdem unser Experiment House-Sitting nicht zufriedenstellend ausgefallen war, ist unsere Katze Ruby nun auf allen Reisen im Wohnmobil dabei. Auch das funktioniert unerwartet gut.

Das nächste Wohnmobil?
Unser Boxlife ist ein guter Kompromiss aus Alltagstauglichkeit, Wendigkeit, und Komfort. Wir können Monate darin ohne große Probleme verbringen, fallen aber nicht sonderlich auf und kommen auch in Städten zurecht.
Dennoch denken wir natürlich immer wieder über den „nächsten Schritt“ nach. Doch wie der aussehen soll, wissen wir gar nicht so genau. Allrad wäre schön, aber ohne 3,5t zu überschreiten. Mehr Platz wäre schön, und eine größere Küche, die gerade auf Langzeitreisen an Wichtigkeit gewinnt. Ein richtiger Arbeitsplatz, um von unterwegs vernünftig arbeiten zu können. Viele dieser Wünsche stehen in Konflikt miteinander, und so bleibt es vorerst bei vagen Überlegungen.

Fest steht jedoch, dass auch jetzt, nach dem Camping-Boom, nach negativen Erlebnissen mit überfüllten Stellplätzen, Campingplätzen, wo man ohne Reservierung nur ausgelacht wird, und besuchten Regionen, die keine Wohnmobile mehr wollen, der Camper-Van immer noch unser bevorzugter Reisemodus ist.
Kein anderer Reisemodus erlaubt diesen Grad an Spontanität und Freiheit bei gleichzeitigem Komfort. Ob wir ewig dabei bleiben? Das können wir nicht versichern. Aber derzeit versuchen wir weiterhin, die Welt so zu entdecken, wie es uns entspricht: Ungeplant, spontan, flexibel – aber immer offen für echte Erlebnisse, die sich kein Touristiker ausgedacht hat, sondern das Leben.







